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Attraktionen und Entstehung
Glühwein und Leckereien in stimmungsvoller Atmosphäre
Geschenkideen, Kunsthandwerke, Rösslispiel, Märlizeit Taktaktu, Modeleisenbahn, Schwarznasenschafe, Jugendmusik, Kirchenfest Unterseen, Sa
michlous mit Esel und vieles mehr

Jeder Märitstand ist eine Attraktion für sich.
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Entstehung und Bedeutung der
Weihnachtsmärkte


Weihnachtsmärkte sind ein Fest der Sinne. Geröstete Esskastanien, Lebkuchen, Mandeln und
Glühwein. Kleine Holzbuden und/oder Marktstände mit Unmengen an bunten Spielsachen und
Weihnachtsschmuck jeder Art. Und wenn es erst mal dunkel wird und alles festlich beleuchtet
ist, dann zeigen sich die Märkte von ihrer schönsten Seite. Es liegt ein Zauber in der Luft und
man fühlt, Weihnachten ist nahe.

Weihnachtsmärkte sind eine wichtige Tradition.
Früher war der Weihnachtsmarkt eines Ortes oder einer Stadt üblicherweise nur einer von vielen
Märkten, die das Jahr hindurch abgehalten wurden. In der Vergangenheit waren Märkte ein
grosses Ereignis, auf das man sich freute. Es war eine willkommene Abwechslung und
Unterbrechung des Alltaglebens, und da gab es so vieles zu tun, zu sehen und zu kaufen.
Traditionellerweise ging man auf den Weihnachtsmarkt, um all die Dinge zu kaufen,
die man für das Weihnachtsfest brauchte. Hier kauften die Leute Formen und Ausstecher fürs
Backen, Kerzen, Weihnachtsschmuck, Kekse, Süssigkeiten und Näschereien und natürlich,
Spielsachen für die Kinder. Aber hier gab es auch Kleider, Stoffe und Schuhe ebenso wie
Bücher, Kalender und Parfums zu kaufen, denn all dies waren auch beliebte Geschenke.

Üblicherweise fand der Weihnachtsmarkt um die Hauptkirche statt. Auf diese Weise zog der Markt
viele Besucher an aufgrund seiner zentralen Lage aber auch aufgrund der Kirchgänger, die den
Markt durchqueren mussten. Und die schauten wahrlich gerne auf dem Markt herum und kauften
so manches Geschenk und so manche Näscherei. So erstaunt es auch wenig, dass sich im Jahr
1616 ein Pfarrer in Nürnberg beschwerte, dass der Nachmittagsgottesdienst am 24. Dezember
nicht stattfand, da niemand zumGottesdienst kam. Stattdessen war jedermann unterwegs, um
Weihnachtsgeschenke einzukaufen.

Dresdens Weihnachtsmarkt gilt als Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt. Er findet eine erste
Erwähnung im Jahr 1434 und wird damit sogar für älter als der Nürnberger Weihnachtsmarkt
erachtet. Es ist jedoch nicht ganz klar, wann der Nürnberger Markt zum ersten Mal stattfand.
Aber das älteste Zeugnis seiner Existenz stammt aus dem Jahr 1628. Zu Deutschlands ältesten
Weihnachtsmärkten gehören Augsburg, Bad Wimpfen, Frankfurt und Rothenburg. Diese Märkte
entstanden zur Zeit des 15. Jahrhunderts. Aber auch Lübeck, Regensburg und Stuttgart gelten
als sehr alte und traditionelle Weihnachtsmärkte. Ihre Entstehung geht auf das 17. Jahrhundert
zurück.
Als die Weihnachtsmärkte zum ersten Mal stattfanden, galten sie häufig als Wintermärkte oder
St. Nikolaus-Märkte und nur allmählich entwickelten sie sich zu den heutigen Weihnachtsmärkten.
Anders als heute dauerten die Märkte oft nur einen oder zwei Tage. Manche Märkte hatten noch
nicht einmal Stände.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich jeder Weihnachtsmarkt auf seine eigene charakteristische
Weise. In der Vergangenheit war es üblich, dass nur örtliche Händler ihre Waren auf dem Markt
verkaufen konnten. Und so hatte jeder Markt leicht unterschiedliche Züge und war bekannt für
verschiedene Spezialitäten.
Aachens Markt ist immer noch bekannt für seine Aachener Printen. Die Weihnachtsmärkte im
Erzgebirge sind bekannt für ihre ausgezeichneten Handwerksarbeiten aus Holz.
Nürnbergs Markt ist berühmt für seine Lebkuchen, Rausch-goldengel und Zwetschgenmännle,
und Dresden für seinen Stollen. Aber neben den lokalen Produkten sind die Märkte auch von
regionalen Traditionen als auch von ihren einzigartigen historischen Kulissen geprägt.
 
Während der letzten Jahre haben sich die Städte besonders darum bemüht, ihre Märkte von
denen anderer Städte zu unterscheiden. Und somit bieten viele deutsche Städte wahre
Superlative. Die Stadt Schlitz bietet die grösste Kerze der Welt. Dortmund hat den grössten
Weihnachtsbaum der Welt. Osnabrück hat die grösste Musikdose der Welt. Dresden hat die
grösste Stufenpyramide der Welt. Der Wettbewerb wird vermutlich weitergehen.

Heutzutage scheint fast jeder Ort und jede Stadt einen Weihnachtsmarkt zu haben. Üblicherweise
finden die Märkte für ca. 4 Wochen statt. Einige Märkte dauern jedoch nur ein oder zwei Tage,
während andere bis nach dem 24. Dezember stattfinden. Es sind vor allen Dingen die
Hauptmärkte, die jedes Jahr grosse Besuchermengen anziehen. Berlins Markt an der
Gedächtniskirche hat jedes Jahr ca. 4 Millionen Besucher. Aber Nürnberg, Stuttgart,
München,Dresden und Frankfurt werden ebenfalls jedes Jahr zur Weihnachtszeit von Millionen
besucht. Deutschlands und gleichzeitig Europas grösster Weihnachtsmarkt ist der Stuttgarter
Weihnachtsmarkt. Er gilt als einer der schönsten Weihnachtsmärkte Europas.
Mittlerweile sind Deutschlands Weihnachtsmärkte so beliebt, dass sie von vielen Ländern kopiert
wurden. Und einige Märkte sind sogar exportiert worden. Frankfurts Weihnachtsmarkt hat bereits
in Birmingham, Manchester und Edinburgh stattgefunden, und Chicago hat nun einen
Weihnachtsmarkt, der dem Nürnberger Konzept folgt.